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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Sprache: Deutsch, Abstract: Die großen Philosophen der Geschichte haben sich stets darum bemüht, die Gesellschaft, in der sie leben, zu analysieren und zu interpretieren. Schon immer war es ein menschliches Verlangen die Zusammenhänge sozialer Netzwerke und Gesellschaften zu verstehen, Hintergründe aufzudecken und gesellschaftliche Phänomene zu erklären. Ein zentraler Punkt dieser Diskurse war die Frage nach der Gerechtigkeit. Vor allem im Feld der Politikwissenschaft und der Systemlehre steht die Frage nach gerechten Systemen, Regelungen und Verhaltensweisen im Vordergrund. Bereits die alten Griechen, allem voran Platon und Aristoteles, entwarfen Theorien von Staatssystemen, welche den Bürgern zu einem guten Leben verhelfen sollten und dabei gerecht sind. Bis in die heutige Postmoderne besteht eine Debatte um diese Thematik. Durch die Veröffentlichung zweier Werke Anfang der 1970er Jahre geriet die Auseinandersetzung wieder in den Fokus der Öffentlichkeit: John Rawls und Robert Nozick entwarfen jeweils gegensätzliche Theorien eines gerechten Staates, provozierten die Gelehrtenwelt durch extreme Thesen und brillierten, trotz der vielen Kritikpunkte, mit neuem Gedankengut, welches sie mit bereits bestehenden Theorien verknüpften. Entgegen John Rawls, der sich für einen relativ umfassenden Staat mit Umverteilungsaufgaben aussprach und damit weitestgehend im Trend der Zeit lag, entwickelte Nozick eine interessante Verteidigung des Libertarismus (heute auch häufig neo-Liberalismus) der Neuzeit. Sein Werk „Anarchie, Staat und Utopia“, welches 1974 erschien und eine Reaktion auf John Rawls ́ „Theorie der Gerechtigkeit“ war, ist eine deutliche Absage an einen auf Verteilungsgerechtigkeit basierenden Staat (vgl. Arnswald 2007). Aufbauend auf Lockes ́ Naturzustand zeichnet Nozick einen Minimalstaat, der die Rechte des Bürgers zwar schützt, aber sämtliche Eingriffe in die Freiheit des Einzelnen, z.B. durch Steuern, unterlässt. Nozick selbst schreibt über seine Schlussfolgerungen: „Unsere Hauptergebnisse bezüglich des Staates lauten, dass ein Minimalstaat, der sich auf einige eng umgrenzte Funktionen, wie den Schutz gegen Gewalt, Diebstahl, Betrug oder die Durchsetzung von Verträgen beschränkt, gerechtfertigt ist.“ (Nozick 1976: 11)
Dieses Buch wendet sich gegen den uns immer mehr bedrohenden und wuchernden Moloch Staat. Es enthält eine aufsehenerregende philosophische Herausforderung an die verbreitetsten politischen und sozialen Auffassungen unserer Zeit, sowohl die liberalen, sozialistischen als auch konservativen. "Anarchie, Staat, Utopia" widerspricht der heute vorherrschenden Meinung, daß das Wohl der Menschen nur durch ein Mehr an Staat erreicht werden kann. Der Autor deckt einen Widerspruch unserer Gesellschaft auf, die einerseits soziale Sicherung durch den Staat fordert und andererseits ein Höchstmaß an individueller Freiheit beansprucht. Mit zwingender Logik, gedanklicher Tiefe und außerordentlichem Scharfsinn legt Nozick schonungslos dar, welcher Illusion unsere Gesellschaft erliegt, wenn sie der Maschinerie unseres Staates immer mehr Aufgaben aufbürdet, in der Erwartung, daß nur Bürokratie und Verwaltung in der Lage wären, die Probleme der Menschen zu lösen. Dieser scheinbar unaufhaltsamen Entwicklung stellt Nozick seine These eines Minimalstaates entgegen: Der Staat ist laut Nozick nur gerechtfertigt, wenn er streng auf die Funktion des Schutzes gegen Gewalt, Diebstahl, Betrug und Durchsetzung von Verträgen beschränkt wird. Jedes weitergehende staatliche Eingreifen würde, wie Nozick glänzend darlegt, notwendigerweise die Rechte des einzelnen verletzen. Daraus ergeben sich zwei bemerkenswerte Folgerungen, denen ausführlich nachgegangen wird: ”Der Staat darf seinen Zwangsapparat nicht dazu einsetzen, einige Bürger dazu zu bringen, anderen zu helfen oder jemandem um seines eigenen Wohles oder Schutzes willen etwas zu verbieten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 1,3, Universität Kassel (Wirtschaftsrecht (Sozialrecht/Sozialwirtschaft)), Veranstaltung: Theorie Recht, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, wo sich Robert Nozicks (1938-2002) 1974 erschienenes Werk Anarchie - Staat - Utopia im Kontext einer Gerechtigkeitsdebatte positioniert und gegenüber vorangegangenen Ansätzen dieses Themenfeldes abzugrenzen versucht. Es wird nicht beabsichtigt sein dies aus möglichst vielen Dimensionen zu tun, sondern lediglich aus jenen, welche uns der Philosoph Robert Nozick selbst bei seinen Betrachtungen auf andere vorgibt. Hierbei soll hinterfragt werden, wie sich die Kerngedanken Nozicks in die philosophische Evolution des Gerechtigkeitsbegriffes einfügen und bei einer Betrachtung anderer Theorien, diesen zu etablieren versucht. Die hierbei von Nozick angewendeten Kriterien sollen, neben den generellen Maßstäben zur Definition eines Gerechtigkeitsmodelles, dazu dienen, Nozicks Instrument selbst zum untersuchbaren Objekt zu machen. Folgende Fragen begleiteten hierbei die inhaltliche Ausarbeitung:  Zielt Nozick mit seinem Werk auf eine gerechtere Welt ab?  Spricht Nozick tatsächlich von Gerechtigkeit?  Wird auch Nozicks Theorie ihren eigenen Ansprüchen gerecht? Keine Beachtung soll Nozicks eigenen Beweggründen geschenkt werden, welche später dazu führten, dass er sich inhaltlich doch von einigen der ursprünglich von ihm vertretenen Ansätze distanzierte. Die hierzu führenden Argumentationen weichen zu weit vom Vorliegenden ab, als dass sie eine Betrachtung an dieser Stelle ermöglichen. Nozicks philosophisches Konzept einer, aus seiner Sicht, gerechteren Gesellschaft benennt er selbst als Utopie. Dies ist eine alternative Betrachtungsweise, welche er selbst zwischen Anarchie und Staat ansiedelt, und die aufgrund ihres Ansatzes die hier im Folgenden genutzte Herangehensweise regelrecht einfordert.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 2,0, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wieviel „Staat“ muss sein? Und wie lässt sich das Staatsgebilde rechtfertigen? Robert Nozick entwirft in seinem Werk „Anarchie, Staat, Utopia“ Schritt für Schritt eine Minimalstaatskonzeption. Ausgehend vom Lock‘schen Naturzustand entsteht in seiner Theorie eine Gesellschaft, die dominiert wird von privaten Schutzvereinigungen. Mit der Dominanz einer einzelnen Schutzvereinigung erreicht Nozicks Gesellschaft den Status des Ultraminimalstaats, in dem die Schutzvereinigung das Gewaltmonopol innehat. Dieser Zustand erfordert für Nozick die Herstellung des Minimalstaats, in dem eine Art Umverteilung stattfindet. Diese Hausarbeit wird sich mit der Rolle von Außenseitern in dieser Staatstheorie beschäftigen, da sie maßgeblich für Nozicks Minimalstaats-Argumentation sind.
English summary: As far as constitutional law is concerned, the welfare state is a vague phenomenon and is generally ignored in the current theory of constitutional law. There are however good reasons for maintaining that the welfare state as described in the German Basic Law is primarily supposed to be conducive to ensuring the minimum prerequisites for a self-determined life. Hans Michael Heinig shows that the establishment of equality, solidarity, social justice and security take secondary importance as constitutional goals. If the main function of the social welfare state is to serve freedom, its theoretical and dogmatic shape becomes clear, since this function is, according to the constitution, the reason for and the limits to the welfare state. Those questions regarding fundamental social rights or constitutional claims to the minimum requirements in order to meet essential needs will be answered just as well as those questions pertaining to the limits to redistribution in the welfare state. German description: Das Sozialstaatsprinzip findet in der gegenwartigen Staatsrechtslehre kaum Beachtung. Der Sozialstaat gilt verfassungsrechtlich als diffuses Phanomen. Teils wird der Rechtscharakter der Formel vom sozialen Staat generell bestritten, teils wird ihr kein materieller Inhalt zugesprochen, sondern ihre Ausfullung pauschal dem Gesetzgeber uberlassen. Dabei bedarf die Praxis des Sozialstaates durchaus der verfassungsrechtlichen Anleitung.Hans Michael Heinig veranschaulicht gute Grunde dafur, dass der Sozialstaat des Grundgesetzes normativ zuvorderst der Sicherstellung von Mindestbedingungen fur ein selbstbestimmtes Leben dienen soll. Er zeigt auf, dass die Herstellung von Gleichheit, Solidaritat, Gerechtigkeit und Sicherheit demgegenuber als verfassungsrechtliche Primarziele zurucktreten. Auf diese Weise von seinem Dienst an der Freiheit her begriffen, gewinnt der soziale Staat theoretisch wie dogmatisch Konturen: Die Freiheitsfunktionalitat bildet von Verfassungs wegen Grund wie Grenze des Sozialstaates. Freiheit meint dabei sowohl die individuelle Selbstbestimmung wie die Teilhabe an der demokratischen Selbstregierung. Hieraus entsteht ein spannungsvolles Wechselspiel zwischen Freiheitsschutz durch und gegenuber dem Sozialstaat. Denn der Dienst der Freiheit bestimmt verfassungsunmittelbare Mindestanforderungen an den sozialen Staat, markiert aber auch die Grenze des jedem sozialstaatlichen Geben vorgeschalteten Nehmens. Fragen nach sozialen Grundrechten oder nach der Begrundung eines Existenzminimums finden so ebenso sinnvolle Antworten wie solche nach den Grenzen sozialstaatlicher Umverteilung.

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