Download Free Political Order And Forms Of Communication In Medieval And Early Modern Europe I Libri Di Viella Book in PDF and EPUB Free Download. You can read online Political Order And Forms Of Communication In Medieval And Early Modern Europe I Libri Di Viella and write the review.

'Performativität', 'Performanz' und 'performance' sind seit Jahrzehnten fest etablierte Konzepte in den Geistes- und Kulturwissenschaften. In den historisch ausgerichteten Disziplinen haben sie das Verständnis für die unterschiedlichsten Handlungen historischer Akteure grundlegend verändert. Zugleich eröffnen sie neue Verstehensmöglichkeiten und Erklärungszusammenhänge für den Umgang mit Texten und ihren Medien - auch und gerade aus dem Mittelalter. Die mediävistischen Beiträge in diesem Sammelband widmen sich Urkunden, chronikalischen und liturgischen Handschriften wie auch moraldidaktischen und frömmigkeitspraktischen literarischen Texten im Druck. Am konkreten Fallbeispiel untersuchen sie die Reflexion respektive die Inszenierung performativer Akte auf textueller wie materieller Ebene und fragen nach dem Gebrauch von Text und Medium als Objekten in symbolischen, rituellen und politischen Handlungsfeldern.
Die Waldenserkirche, die an der Nordostseite der Piazza Cavour emporragt (jene Piazza, die vom imposanten Palazzo di Giustizia dominiert wird), wurde zwischen 1910 und 1913 als religioser und sozialer Komplex im neuen Stadtteil Prati di Castello errichtet. Mit ihrem Baustil soll sie, trotz der hybriden Jugendstilformen jener Epoche, an das romanische Modell der ungeteilten Kirche anknupfen; sie stellt den ersten religiosen Bau Roms dar, bei dem die Stahlbetontechnik verwendet wurde und ist mit ihrer Fassade auf das Zentrum des Katholizismus, den Petersdom, gerichtet: Was einst als Affront verstanden werden konnte (und tatsachlich den Beweis fur die Prasenz der Protestanten in der italienischen Hauptstadt darstellte), ist im Laufe der Jahre zu einem essentiellen Referenzpunkt fur Austausch und Vergleich der christlichen Konfessionen geworden.
Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Untersuchung von Defizitzuschreibungen gegenüber Herrscherinnen und Herrschern in der Frühen Neuzeit. Diese erlaubt Rückschlüsse auf zeitgenössische Konzeptionen und Rechtfertigungen von Souveränität, deren Behauptung und Durchsetzung, Kontinuität und Wandel. Wie wurden auf verschiedenen Ebenen Herrscherdefizite kommuniziert und bewältigt? Und welche Folgen hatte das für die politische Ordnung?

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